WEISSER RING e. V.
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„Mit unserer Aus- und Weiterbildung sorgen wir dafür, dass unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter professionell helfen können.“

Professionalität im Ehrenamt

Um ihre vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben kompetent ausführen zu können, durchlaufen alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des WEISSEN RINGS Aus- und Weiterbildungsseminare.

Die rund 3.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter des WEISSEN RINGS zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus: Sie sind mindestens 18 Jahre alt, zum Teil schon seit Jahrzehnten aktiv und kommen aus allen Teilen Deutschlands. Unter ihnen gibt es viele Polizisten und Juristen ebenso wie Handwerker, Lehrer und Angehörige vieler weiterer Berufsgruppen und Rentner. Sie alle bringen ihre persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse mit, um sich für die Vereinsarbeit einzusetzen.

Grund- und Aufbauseminare sind für alle Mitarbeiter der Außenstellen verpflichtend. Hier werden die Grundlagen für die Betreuung von Kriminalitätsopfern und die Bewältigung der weiteren Aufgabengebiete gelegt: Wie führe ich Gespräche mit einem Kriminalitätsopfer? Welche Hilfeleistung ist die richtige? Welche gesetzlichen Regelungen helfen Opfern? Ein wesentlicher Arbeitsgrundsatz für die Opferhelfer lautet, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Fundierte Qualifizierung in acht Schritten

  1. Interesse und Erstkontakt
  2. Gespräch mit dem Außenstellenleiter
  3. Hospitation: Begleitung eines erfahrenen Opferhelfers zu mindestens drei Opferfällen
  4. Besuch des Grundseminars
  5. Ernennung zum ehrenamtlichen Mitarbeiter des WEISSEN RINGS durch den Landesvorsitzenden
  6. Mitarbeit in der Außenstelle
  7. Besuch des Aufbauseminars
  8. Teilnahme am Weiterbildungsangebot des WEISSEN RINGS

Kombination aus Theorie und Praxis

Die Ausbildung zum Opferhelfer beim WEISSEN RING zeichnet sich durch eine Kombination aus Theorie und Praxis aus. In den ersten Monaten schauen neue Mitarbeiter erfahrenen Kollegen bei der Arbeit über die Schulter. Der Austausch in den Außenstellen, um über Fälle gemeinsam zu beraten und im Team das beste Betreuungsangebot für die Hilfesuchenden zu erarbeiten, hat sich in den fast 40 Jahren seit Vereinsgründung bewährt.

Gleichzeitig sind die Vermittlung von theoretischen Grundlagen und die Bereitstellung von Informationsmaterial für die Ehrenamtlichen notwendig, um sie gut für die Arbeit mit den Opfern aufzustellen und auf dem aktuellen Stand zu halten.

Im WEISSEN RING gilt das Motto: Man lernt nie aus. Die Ehrenamtlichen können in den unterschiedlichsten Seminaren weitere Qualifikationen erwerben. Hier gibt es Angebote, um zum Beispiel das Wissen über die Leistungen aus dem Opfer­entschädigungsgesetz zu vertiefen oder die Kompetenz zur Begleitung von Opfern in Strafverfahren zu erweitern.

Ehrenamtliche sind aber auch in ­Sachen Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und Kriminalprävention aktiv. Auch zu diesen Themengebieten gibt es Weiterbildungsveranstaltungen, in denen Profis praxisnahe Tipps geben.

Das Wissen weitertragen

Die Expertise des WEISSEN RINGS als Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer ist einzigartig. Bisher hat der Verein sein Wissen nur vereinzelt nach außen gegeben. Das ändert sich mit der WEISSER RING Akademie, die im Oktober 2015 gestartet ist. Hier finden auch externe Interessierte wie Anwälte, Polizisten und andere in der Opferhilfe tätige Personen Weiterbildungsangebote.

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